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[FRAGE] Ausblocken:Macht ne Dolmar 115 sinn?

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Ausblocken:Macht ne Dolmar 115 sinn?

Beitrag von philippus » 26 Dez 2017, 20:22

Hallo ihr lieben Leute
und fröhliche Weihnachten!

Ich habe eine Frage und zwar habe ich gerade mit dem carven angefangen, eine PS35 mit Carvingschiene ausgerüstet und jetzt gibt meine alte 112 (ca 30 Jahre alt) den Geist auf.

Ich überlege nun mir eine 115 zu kaufen weil ich die 112 mochte und ein bisschen sentimental an dem alten style hänge.Die will ich auf jedenfall auch zum schnitzen benutzen, beziehungsweise dachte ich eher zum ausblocken und grobere Sachen, denn ne Schnitzsäge ist ja schon da.
(Ich weiß die meisten von euch haben mehrere Sägen)

Meine Frage ist blockt ihr auch mit nem normalen Schwert z.B 3/8 Teilung oder Blockt ihr mit speziellen Schwertern?

Macht es auf jeden Fall Sinn ne Säge mit einer innen liegenden Kupplung zu kaufen um dauernd wechseln zu können wenn ich auch mal Fällen oder Brennholz machen will?

Gruß Philippus

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Re: Ausblocken:Macht ne Dolmar 115 sinn?

Beitrag von Holz-Kev » 26 Dez 2017, 22:12

Herzlich Willkommen im Forum,
ich persönlich nutze derzeit eine MS 171 für die "feineren" Arbeiten und eine MS 026, da hab ich nen Cannon Schwert mit Quarterspitze (2,5 cm breit) drauf und eine .325 Kette, zum Ausblocken und Entsplinten. Aber gerade für letztere Arbeit braucht es Power und das Ausblocken geht natürlich mit mehr Leistung auch besser von der Hand.
Ich Kauf mir deshalb nächstes Jahr eine MS 661 um alles grobe inkl. dem Milling zu "erschlagen"!

Deshalb würde ich an Deiner Stelle lieber eine Nummer größer nehmen. Kenne mich mit Dolmar nicht so aus, aber auf die schnelle würde ich min. ne PS6100 nehmen.

Bezüglich des Schwerts tendiere ich, und viele andere sicher auch, zu einem Carvingschwert mit schmaler Spitze weil damit natürlich auch relativ gefahrlos ein Stechschnitt möglich ist.

Ich kenne nur innenliegende Kupplungen und kann deshalb kein für und wieder nennen.
Freundliche Grüße

Kevin

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Re: Ausblocken:Macht ne Dolmar 115 sinn?

Beitrag von philippus » 27 Dez 2017, 13:08

HAllo Holz-Kev!

Danke für Deine Antwort! Meine Ps 15 und Deine MS 171 sind ja Leistungsmässig zu vergleichen.

Domar 115 mit 3,7ps ja auch mit der MS 026. Die Eule auf Deinem Profilbild ist ja schon echt Groß da hättest du Lieber ne fettere Säge gehabt zum Blocken? Wenn Du die größere Säge hast was machst du dann mit der 206?
(Meine Frage ziehlt darauf ab ob ich lieber ne Kleine und ne Mittlere, ne Kleine und ne Große, oder am besten alle Drei anpeile.)

Danke auch für die Info mit der Quaterspitze und der .325 Kette. Wenn ich eine Säge mit ner 325er Teilung kaufe muss ich wohmöglich das Kettenrad nicht Tauschen...

Mich würde total Interresieren mit was ihr anderen Ausblockt und ob ihr eure Blocksägen oft umbaut. Erfahrungen mit Außenkupplung?

Liebe Grüße Philippus

 
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Re: Ausblocken:Macht ne Dolmar 115 sinn?

Beitrag von Schorsch » 27 Dez 2017, 20:38

Hallo Philippus,

auch ich hab mit einer Stihl 261 mit 3,9 PS angefangen. Wenn du nur kleinere Sachen aus Nadelholz ausblocken möchtest, dann geht das schon. Mir war die aber schnell zu klein. Wenn die Bäume dicker werden, dann plagt die sich einfach ohne Ende.

Ich hab noch eine Stihl 362 (4,8 PS) mit 45er Normalschiene die geht bei Nadelholz auch für größere Sachen. Die ist noch wunderbar handlich. Mit der arbeite ich sehr gerne.

In Eiche geht der 362 aber beim Entsplinten auch die Puste aus. Drum hab ich mir noch ne HUS 390 (6.5PS) geholt mit 60 er Schiene. Die ist zwar nicht mehr so handlich wie die 362, hat aber Kraft ohne Ende. Die zieht das 60er leicht.

Meine 261 hab ich mit einer 40er Ausblockschiene mit 3,5er Spitze ausgerüstet. Die passt prima, mit der 1,3mm RS geht die prima.

Zum Entsplinten bei Eiche würde ich kein Ausblockschwert verwenden, zu teuer für diese grobe Arbeit. Da reicht eine Normalschiene gut aus.

Wenn Du keine oder wenig Eiche hast, könnte Dir eine größere Säge reichen. Da brauchst Du auf alle Fälle ne normale Schiene, ob ne Ausblockschiene dazu, ist Geschmackssache.

Wenn Du mehr Eiche bearbeiten willst, dann nehme ne große > 6 PS mit Normalschiene und ne 115 (oder ne Nummer größer) mit Ausblockschiene und 3/8 P.

Ich wechsle meine Garnituren mittlerweile so gut wie gar nicht, weil ich mit der Zeit einfach genug Sägen gekauft habe.
Gruß

Schorsch

 
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Re: Ausblocken:Macht ne Dolmar 115 sinn?

Beitrag von philippus » 28 Dez 2017, 00:09

Hey Schorsch Danke für Deine ausführliche Antwort.
Mein Bild formt sich immer weiter aus. Und ich sehe dass die Frage nach der Nächsten Säge und deren Ausstattung sehr Individuell ist.
Du meinst die 115 mit ner 3/8 weil die damit einfach mehr reißt? Wenn ich mir später ne größere anschaffe währe dann ne .325 evt besser um feinere Grobheiten zu sägen?

Was übrigens wirklich hervorragend funktioniert um Splint von Eiche oder Robinie zu schälen ist das Eder Schälgerät. allerdings nur bei Stämmen die in der Wagerechten liegen. Hab ich in nem anderen Zusammenhang mit zu tun

Mein Weltbild sieht momentan folgendermaßen aus:

1.Kleine Säge Carvingschwert für Feinheiten 1/4 Kette (evtl 1-2,5ps) vorhanden:dolmar: ps32

2.Größere Säge um alles wegzuschneiden was man nicht braucht Universalsäge (evtl 2,5-4ps)(gesucht, gerne die 115 wenn ich das gleiche kettenrad auf ner normalen und ner Ausblochschiene fahren kann)

3. Und dann noch evtl später mal wenn man mal n richtig dicken Oschi am Start hat nen richtig dicken Oschi

Wie seht ihr das? :oops: :dumb:

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Re: Ausblocken:Macht ne Dolmar 115 sinn?

Beitrag von Holz-Kev » 28 Dez 2017, 02:48

Kann man durchaus so machen.
Liegt ja bei den meisten auch immer ein wenig an den Finanzen das man nicht alles auf einmal anschafft. :D

Was die Teilung anbetrifft bezüglich .325 oder 3/8... brauchst Dich da nicht so drauf versteifen.
Die .325 fahr ich auf der 026 weil ich so nichts extra Umrüsten musste!
Freundliche Grüße

Kevin

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Re: Ausblocken:Macht ne Dolmar 115 sinn?

Beitrag von Jan » 28 Dez 2017, 08:27

Hallo Philippus,

meiner Erfahrung nach, wird sich Dein Bedarf an Sägen bzw. Schneidgarnituren mit der Anzahl der geschnitzten Werke bzw. der dabei gewonnen Erkenntnisse entwickeln.
Ich habe mit einer Stihl 271 mit .325" Kette - 40cm Schiene und einer Stihl 193 mit 3/8"P Kette - 35cm Schiene angefangen. Beide hatte ich mir für die Arbeit im Wald zugelegt.
Irgendwann habe ich der 193er ein Carvingschwert mit 1/4" - 1,3mm Kette verpasst, weil ich merkte, dass man mit einer 3/8"P Kette nicht besonders gut feinere Konturen schnitzen kann und auch ein gezielter Stechschnitt zum Abenteuer wird.
Inzwischen wurde meine Schnitzausstattung noch mit einer Stihl 150 mit Carvingschiene und 1/4" - 1,1mm Kette und einer Stihl 231 mit wahlweise 3/8"P-Kette (Ausblocken) + normaler Schiene mit Umlenkstern oder 1/4"-1,3mm Kette (Schnitzen) + Cannoncarvingschiene ergänzt.
Die 1/4"-1,1mm Kette macht sich extrem gut zum Feinheiten schnitzen. Zudem ist die Stihl 150 eine extrem leichte Säge, was sich schon (zumindest bei mir) nach ein paar Stunden Schnitzen bemerkbar macht.
Der Vorteil der Stihl 231 ist, dass ich hier selbst das Kettenrad wechseln kann (innen liegende Kupplung) und somit auch immer noch was zum Ausasten im Wald habe. Weiterhin macht sich die 3/8"P-Kette beim Ausblocken richtig gut. Weiterhin ist eine Standardschiene, die bei mir für das Ausblocken ausreicht, in der Anschaffung günstiger als eine Schnitzschiene.
Wahrscheinlich werde ich mit meiner Technik keine Baumdurchmesser größer als 50cm schnitztechnisch sinnvoll bearbeiten können. Aber die letzten 2 Jahr habe ich das auch nicht getan und fühle mich auch bei den Durchmessern kleiner 50cm "zu Hause".
Vielleicht konnte ich Dir bei der Entscheidungsfindung etwas weiter helfen. Jedenfalls hast Du Dir ein Hobby mit Suchtfaktor gesucht, bei dem ich Dir viel Spass und Erfolg wünsche!

Gruss
Jan

 
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Re: Ausblocken:Macht ne Dolmar 115 sinn?

Beitrag von Schorsch » 28 Dez 2017, 19:50

Servus Philippus,

für den Anfang eine schwächere Ausblocksäge ist ganz o.k., die kannst Du immer gebrauchen wenn Du auch Holz machst. Steigern kannst Du Dich immer noch. Wenn Du auf die 115 stehst, machst Du da sicher keinen Fehler.

In der Größe haben die Sägen meist 325 er Ketten, weil die einfach viel ruhiger laufen als 3/8.

Die Dolly gibt es mit 325 oder alternativ mit 3/8.

Auf 3/8 umrüsten macht meiner Meinung nach wenig Sinn, weil die dann deutlich ruppiger läuft.

Die Ausblockschienen werden oft mit 3/8 P (Hobby) gefahren, die haben nur 1,3mm Nutbreite, aber auch eine andere Treibgliederform.

Vielleicht blockst du erst mal mit der Standardschiene aus, mir hat das sehr lange ausgereicht.
Gruß

Schorsch

 
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Re: Ausblocken:Macht ne Dolmar 115 sinn?

Beitrag von philippus » 29 Dez 2017, 11:06

Danke für eure Beiträge :!: :!:

Also wenn ich die 115 mit 3/8 Teilung fünfzig Euro günstiger bekomme als mit .325 und ich mir sowiso ne Ausblockschiene (40 cm Carving mit Kette.325 Teilung. Kann man das Ausblockschiene nennen?) kaufen will, dann brauch ich doch nur noch das Ringrad für 20 Euro. Oder?

Dann könnte ich wenn ich viel Holzmachen will das Ringrad und die Garnitur auf die Originalen 3/8 umrüsten.

Macht das so Sinn?


Zitat:"meiner Erfahrung nach, wird sich Dein Bedarf an Sägen bzw. Schneidgarnituren mit der Anzahl der geschnitzten Werke bzw. der dabei gewonnen Erkenntnisse entwickeln." Jan :thumbup:


Habt ihr Erfahrung Ringrad mit außenliegender Kupplung zu wechseln?

Liebe Grüße Philippus

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Re: Ausblocken:Macht ne Dolmar 115 sinn?

Beitrag von Holz-Kev » 29 Dez 2017, 13:55

Das kann man durchaus so machen Philippus!
Freundliche Grüße

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