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[FRAGE] Ausblocken:Macht ne Dolmar 115 sinn?

Diskussion, Meinungsaustausch, Fragen, etc. zum Thema Schnitzen mit der Kettensäge
 
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Re: Ausblocken:Macht ne Dolmar 115 sinn?

Beitrag von Schorsch » 29 Dez 2017, 21:01

Hallo Philippus,

ich hab zwei Sägen mit außenliegender Kupplung, da wechsle ich nie, solange nix kaputt oder verschlissen ist. Alle anderen haben innenliegende Kupplungen, da geht das Wechseln ruckzuck.

Bei der außenliegenden Kupplung wechseln einige nur mit Kolbenstopper, einige schieben in den Brennraum ein Anwerfseil ein, andere nehmen gleich den Schlagschrauber oder einen Schraubenzieher mit einigen Hammerschlägen. Eigentlich geht es nur um das Lösen der Verschraubung, ohne dass zu viel Druck auf den Kolben/Zylinder kommt und dort Schäden anrichtet.

Gegenargumente gibt es auch genug, wie z.B. beschädigte oder eingedrückte Kolben, empfindliche Schichtladerzylinder usw., wobei das bei richtiger Ausführung nix ausmachen sollte.

Wie gesagt, wenn Du ab und zu mal wechselst hast Du den Dreh bestimmt bald raus, aber häufiges Wechseln wird Dir sicher bald viel zu blöd sein. Wenn Du mehr schnitzen wirst, das ist nämlich extrem suchtgefährdend, hast Du bald mindestens ein Säglein oder zwei mehr.

Fahr doch mal zu einem guten Fachhändler, lass Dir die Säge mit den einzelnen Ketten zeigen und auch mal das Wechseln des Ringkettenrades. Ein guter Händler zeigt dir das bei echtem Kaufinteresse gerne. Du solltest dann bloß nicht schnell davonrennen und die Säge im Internet kaufen.

Ich hab heute zwei Sägen gekauft, ohne Schiene, Kette und Ritzel. Der Händler hat die für einen fairen Tarif behalten und die von mir mitgebrachten Carvingritzel, Schienen und Ketten zur Inbetriebnahme montiert.

Beide glücklich.

PS Zum Jahreswechsel werden meist die Preise angehoben

Viel Spaß beim Einkaufen
Gruß

Schorsch

 
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Re: Ausblocken:Macht ne Dolmar 115 sinn?

Beitrag von philippus » 29 Dez 2017, 23:43

Ich Danke euch allen sehr!
Ihr seid spitze! Ich finde es wirklich Toll wie wir einander Helfen. In diesem Fall habt ihr mir super geholfen! Indem ihr eure Erfahrungen geteilt, Ratschläge gegeben und Wissen weitergegeben habt. Einfach so. Großartig! Danke!

Die 115 scheint es nur in 3/8 zu geben hatte gedacht sie in 325 gesehen zu haben.... aber egal ich mache es wie im vorigen Post beschrieben und stelle meinen Eindruck dann nochmal in diesen Thread.

Euch allen wünsche ich viel Spaß beim schnitzen und einen guten Rutsch ins neue Jahr


Ps weiß jemand wer dieses schöne Gesicht geschnitzt hat das diese Seite krönt?

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Re: Ausblocken:Macht ne Dolmar 115 sinn?

Beitrag von Holz-Kev » 30 Dez 2017, 07:49

Gerne gerne, dafür ist das Forum ja da und davon lebt es.
Auch von mir einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Von wem die Skulptur ist kann ich leider auch nicht sagen. :)

Ps. Würde mich freuen mal etwas von deinen Skulpturen sehen zu dürfen. 8-)
Freundliche Grüße

Kevin

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Re: Ausblocken:Macht ne Dolmar 115 sinn?

Beitrag von Woodpecker » 02 Jan 2018, 10:20

Moin,
jetzt muss ich da mal kurz Meldung machen.
Du entscheidest Dich für ne 115er.
Die kaufst Du mit 3/8.
Dann brauchst Du selbst beim Blocken niemals das Kettenrad wechseln.
Denn Du fährst sowohl mit der normalen Schiene 3/8 Profi und mit dem Ausblock 3/8 Stihl PS 3.
Dann stellt sich die Frage mit dem Kettenradwechsel gar nicht.

Dann noch eine Frage. Gut, sentimetaler Grund für die 115er habe ich vernommen.
Der Preis ist mit 450 Euro denke ich für so ne Säge aus dem Konstruktionsalter auch in Ordnung.
Aber ich würde auf alle Fälle bei der Dolmar zur 5105 raten.
Innenliegende Kupplung, dann kannst Du auch durchaus gleich ne 50er Carving- oder Ausblockschiene Schiene drauf packen.
Oder wenn 40 dann würde ich dass dann sowieso mit 40er Quarter in 1/4" fahren. Mit der Schiene machst Du bei großen Skulpturen 3/4 der Arbeit.
Überlegt bitte im Vorfeld immer für was Ihr Eure Kohle ausgebt.
Zum Schluss haben sehr viel Schnitzer einen Arsch voll unterschiedlicher Kettenlängen und das braucht wirklich keine Sau.
Ich rate immer zur Abstufung in 10er Schritten.
Feinheiten 20 cm 48 Tgl.
Normal 30 cm von 63 bis 66 Tgl. je nach Sägenhersteller.
Leichtes Ausblocken und grobes Carven 40 cm. Die in Quarter wegen der Belastung in 1/4" je nach Sägenhersteller mit 85 oder 86 Tgl.
Ausblock 50 cm mit PS oder PS 3 je nach Sägenhersteller 71 oder 72 Tg.
An den Schienen nicht sparen. Die müssen schwarz sein wenn Sie halten sollen.

Von dort aus könnt Ihr dann experimentieren wenn Ihr meint das Ihr noch was an extras braucht.
Das ist dann genau so mit dem Sägenkauf.
Habe ich mich für eine Marke entschieden macht das Sinn dort zu bleiben.
Vor allem wenn es Stihl ist. Habe ich die 40er und die 50er in der großen Stihlaufnahem gekauft. Werden diese Schienen meist Älter wie die dazugehörigen Sägen. Das heißt die nächste sollte dann wieder eine Stihl sein. Sonst musst Du dir mit diversen Dinstanzringen etc. Aushelfen.

Ich seh schon ich muss wieder mehr hier rein schauen.

Gruß Rolf

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Re: Ausblocken:Macht ne Dolmar 115 sinn?

Beitrag von Holz-Kev » 02 Jan 2018, 16:38

Rolf hat natürlich vollkommen recht, der Mann kennt sich halt aus. :P
Aber, obwohl ich Schwarze Schwerter sehr zu schätzen weiß, bin ich mittlerweile überzeugt das es auch abseits von diesen qualitativ hochwertige Schwerter gibt.
Diese sind dann Silber, kommen aus Japan &, was auch nicht ganz unerheblich ist, sie sind leichter zu bekommen, zumindest in großen Größen, und auch günstiger als ihre schwarzen pendants.
Freundliche Grüße

Kevin

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Re: Ausblocken:Macht ne Dolmar 115 sinn?

Beitrag von Woodpecker » 04 Jan 2018, 12:17

Welche großen Größen meinst du ?
Normale Schwerter ja, Carving nein.

Wenns dumm läuft wird sich das aber mit dem Brexit und der Bewertung des Pfunds oder einer Leitzinserhöhung schlagartig ändern.
Mit den silbernen meine Ich. Das kommt aber auf den Beschaffungs- und Lieferwege drauf an.
Die nächsten Monate werden in der Wirtschaft sehr sehr spannend und leider aber auch für einige erbarmungslos, das ist jetzt schon ab zu sehen (Orakelmodus aus).

Gruß Rolf

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Re: Ausblocken:Macht ne Dolmar 115 sinn?

Beitrag von Holz-Kev » 04 Jan 2018, 20:12

Na wir haben uns doch auch kurz über die Cannon Superbars unterhalten bei FB.
Die bekomm ich extrem schwierig ran, hab jetzt einige Anbieter in der Schweiz gefunden und ansonsten halt Übersee, was aber mitunter noch komplizierter ist. :)
Von Tsumura oder Sugihara bekomm ich halt ne sehr gute Qualität zu einem wesentlich günstigeren Preis.
Für das Cannon Superbar in 90cm usw. bezahl ich locker 300€ :|
Bin durch Zufall an den ehemaligen Sugihara Vertreter von Kanada geraten und der hat für seinen ehemaligen Arbeitgeber damals von allen bekannten Herstellern die Schienen in Qualtiät, Haltbarkeit usw. getestet!
Außerdem ist er selbst seit ewigkeiten Carver und meinte Cannon ist gut aber die Qualität des Stahls schwankt(e?) wohl Mittelfristig recht stark, was es schwierig macht(e?) abschätzen zu können ob man nun ein sehr gutes Schwert bekommt oder nur ein mittelprächtiges.
Tsumura ist seiner Meinung nach auch noch besser als Sugihara.
Ich werds wohl mal testen denn 300€ sind schon echt fett, so gern ich auch ein schwarzes Schwert gehabt hätte.

Zu GB, mein Orakel sagt das die Briten gerade noch den Absprung geschafft haben und das sie sich in den ersten Jahren nach erfolgter Abspaltung wieder fangen und dann geht's auch mit ihrer Wirtschaft wieder bergauf.

Für Im- & Export wird es sicher erstmal schwierig werden, aber genau das wird auch den Aufschwung in GB ankurbeln.
Ich denke der Pfund wird über kurz oder lang stärker.

Ich weiß "uns" hilft das nicht. :P
Freundliche Grüße

Kevin

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Re: Ausblocken:Macht ne Dolmar 115 sinn?

Beitrag von Woodpecker » 05 Jan 2018, 09:46

Ich hab schon mal was gekauft das von der Bestellung bis zur Auslieferung ein Vierteljahr gebraucht hat.
Die Rechnung lag da, das Geld konnte Jederzeit abgebucht werden.
Aber halt nicht in Euro.
Du da war mir ne Zeitlang nicht wohl, weil da schlichtweg spekuliert wurde wie man am meisten Kohle bekommt, obwohl der Ablauf ganz anders
abgesprochen war.
Im nachhinein habe ich dann erfahren dass das häufig vorkommt. Das hat auch selten was mit dem Produzenten zu tun, weil der fragt sich auch, warum zahlt der nicht.
Einem Privatkunden passiert das eher nicht. Der hat da vielleicht eher mal mit dem Zoll Probleme.

Die 300 Euro für die Schiene halte ich vom Preis her noch geschmeichelt.
Ich habe da schon zu früheren Zeiten nachgefragt und da kam ne 90er auf 480 mit Versand, Zoll und MwSt. natürlich kommts auch auf
die Währung an in der bezahlt wird.

Sugi Hara verkaufe ich seit 15 Jahren. Die normalen Schwerter sind top, da gibts nichts dran zu machen.
Bei den Carvingschwertern sag ich Dir vielleicht mal Privat was drüber aber nicht hier. Mit Sicherheit gibts da auch sehr gute Qualität aber da liegt vieles am Anwender und auch an der Weiße für welch einen Maschinentyp das Ganze konzipiert wurde.
Bei manchen aber sicherlich nicht mit 4 PS auf 1/4"Speedcarving zu machen.
Und das kann ich Dir versichern macht eine Cannon halt mit.

Gruß Rolf

 
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Re: Ausblocken:Macht ne Dolmar 115 sinn?

Beitrag von philippus » 06 Jan 2018, 00:35

@ Woodpecker
Sag mal das ganze nochmal zum mitschreiben bitte :eyes:
Ich bin total gespannt! Voll die wichtigen guten Informationen für mich als Anfänger aber ich versteh fast nix :cry:

Du entscheidest Dich für ne 115er.
Die kaufst Du mit 3/8.
Dann brauchst Du selbst beim Blocken niemals das Kettenrad wechseln.
Denn Du fährst sowohl mit der normalen Schiene 3/8 Profi und mit dem Ausblock 3/8 Stihl PS 3.
Dann stellt sich die Frage mit dem Kettenradwechsel gar nicht.

Ok das hab ich kapiert :) Zum Ausblocken andere Kette drauf aber auch ein anderes Schwert als das normale?


Aber ich würde auf alle Fälle bei der Dolmar zur 5105 raten.Innenliegende Kupplung, dann kannst Du auch durchaus gleich ne 50er Carving- oder Ausblockschiene Schiene drauf packen.
Oder wenn 40 dann würde ich dass dann sowieso mit 40er Quarter in 1/4" fahren. Mit der Schiene machst Du bei großen Skulpturen 3/4 der Arbeit.

beziehst du das auf die 5105er? kann ich das nicht bei der 115er?(hab schon bestellt) ps mäßig sind die doch gleich. also doch 1/4? aber ich kann doch das Ringrad bei der 115er auch auf 1/4 wechseln oder? :?


Überlegt bitte im Vorfeld immer für was Ihr Eure Kohle ausgebt.
Zum Schluss haben sehr viel Schnitzer einen Arsch voll unterschiedlicher Kettenlängen und das braucht wirklich keine Sau.

:thumbup: Genau darum gehts mir weil ich ne Investition mache bei der ich mit meinem Wissen nicht abschätzen kann wie sinnvoll die in Zukunft ist.



Ich rate immer zur Abstufung in 10er Schritten.
Feinheiten 20 cm 48 Tgl.
Normal 30 cm von 63 bis 66 Tgl. je nach Sägenhersteller.
Leichtes Ausblocken und grobes Carven 40 cm. Die in Quarter wegen der Belastung in 1/4" je nach Sägenhersteller mit 85 oder 86 Tgl.
Ausblock 50 cm mit PS oder PS 3 je nach Sägenhersteller 71 oder 72 Tg.

finde ich ne supeer Orientierungshilfe.
Da ich so riesen Sachen noch nicht mache und die "Normal" schon habe dachte ich ich leg mir die "Leichtes Ausblocken und grobes Carven" zu.( Feinheiten, Ausblock 50 cm (dachte ich sollte noch größer sein als knapp 4 ps?)dann später :D )

empfiehlst Du mir Leichtes Ausblocken und grobes Carven 40 cm in Quarter wegen der Belastung in 1/4? Heißt das das die kleinen Tips Dime und Quater eher nur 1/4 vertragen? Was ist denn eigendlich ne Ausblockschiene?

Viele neue Fragen Danke!


@Holz-Kev
Danke für Dein Interesse :oops: Ich poste bistimmt mal ein Paar Bilder
:)

 
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Re: Ausblocken:Macht ne Dolmar 115 sinn?

Beitrag von Woodpecker » 10 Jan 2018, 10:11

Ich probiers einzeln abzuarbeiten:

Ja.

Ja auf die 5105.
Klar kannst Du auch auf die 115er ein 1/4" drauf machen.

Jetzt kaufst Du dir ein 1/4" Ring. Normal ist ja ein Ringkettenrad serienmäßig drauf.
Und eine 40er Quarter mit 1/4" Kette. Und eine 30er Dime mit 1/4"Kette und dann kannst Du los legen.
Dann brauchst Du auch kein Kettenrad mehr hin und her bauen.

5105 wäre halt besser gewesen.

Gruß Rolf

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